Oben

Was gibt es beim Reisen mit Baby zu beachten?

Für die meisten bedeutet ein Baby eine große Umstellung. Der Alltag verändert sich von Grund auf. Plötzlich hat man Verantwortung für einen kleinen Menschen und es dreht sich alles um das Wohl des Kindes. Aber darf man mit einem Neugeboren schon in den Urlaub fahren?

Wir sagen JA.

Denn gerade in der ersten Zeit braucht dein Baby nicht viel. Mama, Papa, Milch, Schlaf und frische Windeln. Sehr viel mehr Bedürfnisse gibt es in den ersten Lebensmonaten noch nicht.

Somit geht reisen mit Baby eigentlich genauso wie ohne. Man muss sich nur den Umständen entsprechend anpassen. Was man sich als Eltern zutraut, schaffen auch die Kinder. Wenn wir als Eltern dahinter stehen, ist vieles möglich. So kann man sich ruhig trauen, das vorgenommene Ziel zu verwirklichen, denn den Kleinsten ist es völlig egal, wo es hingeht.

Unsere persönlichen Erfahrungen, wie es ist mit Baby zu reisen, könnt ihr unter den folgenden Stichpunkten nachlesen.

  1. Autofahren mit Baby
  2. Fliegen mit Baby
  3. Strandurlaub mit Baby
  4. Wandern mit Baby
  5. Sightseeing mit Baby
  6. Fahrradfahren mit Baby
  7. Packliste für einen Urlaub mit Baby

1. Mit Baby im Auto in den Urlaub

Egal wie weit das Ziel entfernt liegt, man muss auf jeden Fall Pausenzeiten mit einrechnen.
Oft lässt sich abschätzen, wann es wieder Zeit für eine Mahlzeit ist. Man sucht sich eine passende Parkgelegenheit und füttert das Baby. Danach gehts bequem im Auto weiter.

Wir haben die Erfahrung gemacht, dass die Kinder während der Autofahrt auch länger durchhalten bis zur nächsten Mahlzeit als normal. Das monotone Geräusch des Autos hat unsere Kinder oft bis zu 6 Stunden schlafen lassen.

Wer auf Nummer sicher gehen möchte, dass die Kinder auch wirklich einschlafen, bricht am besten am Abend oder Nachts auf.

2. Mit Baby im Flugzeug

Je jünger das Baby desto entspannter der Flug. In den ersten paar Monaten vergeht so ein Flug mit Baby im wahrsten Sinne des Wortes, wie im Flug.

Schlafen, kuscheln, Milch. Egal wie lange der Flug dauert, es bleibt ruhig.
Ein paar Monate später sieht das schon ganz anders aus. Kinder haben einen natürlichen Bewegungsdrang, egal wo sie sich befinden. Somit ist stillsitzen, eingeengt zwischen den Stühlen eine echte Herausforderung. Wenn die Flugzeit dann nicht in die Schlafenszeit der Kinder fällt kommt man doch sehr schnell ins Schwitzen.

Den Gang auf und ab laufen, essen, spielen, singen, vorlesen, Bilder anschauen oder andere Passagiere mit einspannen … man ist als Eltern gefordert und muss voll funktionieren. Da können 3 Stunden Flugzeit echt lange dauern.

Bei Flugreisen kommt auch immer wieder die Frage auf wie das mit dem Druckausgleich ist. Bei manchen Kindern funktioniert das Reibungslos. Manche können aber auch Probleme damit haben. Wir hatten deshalb immer einen Schnuller oder eine Flasche für Start und Landung dabei.

Kinderwägen oder Buggys sind bei den meisten Airlines frei und können bis zum Einstieg ins Flugzeug mitgenommen werden. Erst dann kann man diesen als Gate Check-in aufgeben. Wir haben allerdings darauf verzichtet und unser Baby gleich in die Babytrage gepackt.

3. Strandurlaub mit Baby

Die Anreise wäre geschafft, wie gehts nun weiter?
Wie fühlt sich mein Baby am Strand wohl?

Das wichtigste vorab, Babys gehören nicht in die Sonne. Darum sollte man sich Gedanken machen, wie ich meinem Baby einen Schattenplatz sichere.

Wir haben einen Kinderwagen, dessen Faltdach Lichtschutzfaktor 50+ hat. Der stand dann meistens unter einem Sonnenschirm. Für die ersten Monate die perfekte Lösung.

Wenn sich die Kleinen anfangen zu bewegen muss eine andere Lösung her.
Wir haben uns für eine Strandmuschel entschieden mit Lichtschutzfaktor 50+ und genügend Platz für die ganze Familie. Hitze kann sich hier nicht stauen, weil sie wirklich groß genug ist 🙂
Wenn wir diese direkt am Meer aufstellen, ärgert sich doch auch mal der Ein oder Andere, dass wir die Sicht versperren. Wir haben damit die perfekte Lösung für uns gefunden.

Mit ausreichend Flüssigkeit lässt sich so ein Tag am Meer wunderbar verbringen.

4. Wandern mit Baby

Am besten in einer Babytrage bzw. Tuch. Dann können auch Waldwege ohne Probleme gemeistert werden. Erst wenn die Kinder sicher sitzen können, kann man sich überlegen eine Kraxe anzuschaffen.

Wir haben auch eine, trotzdem benutzen wir immer noch gerne unsere Babytrage, weil Jonas (2) sich leichter tragen lässt. Mit Kraxe wird’s echt schwer und nur Moritz ist dann für den Kindertransport verantwortlich.

Wer sich für Kinderwagen entscheidet, sollte unbedingt einen Geländegängigen mitnehmen, sonst ärgert man sich nur, wenn die ausgeschilderte „Kinderwagenwanderroute“ doch über Wurzelwege führt. Hier muss ich unseren Thule Urban Glide erwähnen. Einfach der perfekte Kinderwagen für aktive Familien. Der macht wirklich alles mit.

5. Sightseeing mit Baby

Gut gefüttert im Kinderwagen ist eine Sightseeingtour sehr gut zu meistern. Oft schlafen Babys ja mit vollem Bauch ein. Wenn die Windel gewechselt werden muss, hab ich das auch oft im Kinderwagen getan.

Genauso gut kann man für eine Sightseeingtour auch eine Babytrage nehmen.
Ich finde, es kommt ganz darauf an, wie lange man plant unterwegs zu sein. Bei einem Tag in Rom, gehts in der Babytrage dann doch irgendwann mal auf den Rücken. Da finde ich den Kinderwagen schon sehr viel entspannter.

6. Fahrradfahren mit Baby

Dank der großen Auswahl an Fahrradanhängern ist auch eine Fahrradtour mit Baby zu meistern. Die meisten Hersteller bieten einen Einsatz für Babys an. Dieser ist oft wie eine Art Hängematte und die Babys werden sanft in den Schlaf geschaukelt.

Zusätzlich bietet so ein Anhänger viel Stauplatz für eine Wickeltasche und Brotzeit für die Eltern und ältere Geschwister.
Also steht auch einer Fahrradtour mit Baby nichts im Wege.

7. Packliste für einen Urlaub mit Baby

Je nachdem wie das Urlaubsziel lautet und was man unternehmen möchte, variiert die Packliste. Wir haben euch hier eine Liste für den „Baby-Badeurlaub“ erstellt.

  • Bodys
  • Sonnenhut
  • T-shirts
  • kurze Hosen/ Röcke / Kleider
  • langer Pulli
  • lange Hose
  • dünnes Jäckchen
  • Socken
  • Schlafanzug
  • Schlafsack
  • UV Kleidung
  • Sonnenschutzcreme
  • Stilleinlagen
  • Trinkflasche ( eine für Getränke und evtl. eine für Milch)
  • Milchpulver ( falls nicht gestillt wird)
  • Lätzchen oder Spucktuch
  • Windeln
  • Feuchttücher
  • evtl. Wundschutzcreme
  • faltbare Wickelunterlage
  • Badetuch
  • gewohnte Einschlafutensilien ( Kuscheltier, Spieluhr etc.)
  • evtl. Spielzeug
  • Kinderwagen
  • Insektenschutz für den Kinderwagen
  • Babytrage
  • Babyfon ( Haben wir nie gebraucht, da unsere Kinder immer dabei waren. Meist im Kinderwagen)
  • Kinderreisebett ( Auch das haben wir nie gebraucht, denn wenn es kein separates Bett fürs Baby gab, dann schlief das Baby eben bei uns im Bett)
  • Babydecke ( zum freien strampeln, kann auch als Wickelunterlage dienen)
  • evtl. Strandmuschel + große Picknickdecke
  • Reisepass
  • Versicherungskarte der Krankenkasse
  • Reiseapotheke ( Das was man eben auch zu Hause verwendet. Das kann z. B. Globuli sein, ein Fiebersaft/ -zäpfchen, Zahnungsgel … )
  • Bei einer Flugreise evtl. an die Babyschale fürs Auto denken, wenn man vorhat sich ein Auto vor Ort zu mieten. Denn meist ist die Leihgebühr von Kindersitzen genauso teuer wie fürs Auto.

In jedem Land kann man im Notall seine Wäsche waschen. Es ist absolut nicht nötig für alle Eventualitäten Ersatz einzupacken.Wenn man von vorn herein weiß, dass man ein Spuckbaby hat, kann man vielleicht einen Body mehr mitnehmen. Ansonsten sind auch Babys in einer warmen Region eher spärlich gekleidet 🙂

post a comment